La Route des Caps – hinter jeder Kurve eine Überraschung

Die Route des Caps entführt Sie ganz und gar in die faszinierende und raue Natur des Cotentin. Sie geht von Barneville-Carteret nach Cherbourg (oder umgekehrt) immer der Küste entlang. Und wie der Name schon sagt: Es warten jede Menge Felsen und Klippen auf Sie. Dazwischen kleine Buchten, pittoreske Häfen, Heidelandschaften und verträumte Weiler. Die Tour können Sie mit Ihrem Hund zusammen unternehmen, da immer wieder die Möglichkeit besteht, ein paar Schritte zu laufen. Und wenn Sie an einem windigen Tag fahren, sind die Wellen spektakulär!

Ich kenne kaum eine abwechslungsreichere Landschaft als den Cotentin. Zwischen Carentan und Lessay wird er durch Sumpf- und Weidelandschaften geprägt und sogar Wälder sind zu finden. Hier herrschen an den Küsten unendliche Sandstrände vor. Weiter oben im Norden wird es dann schroff und felsig, Buchten mit Kies- oder Sandstrand ermöglichen aber auch hier an vielen Orten den Zugang zum Wasser. Dazwischen türmen sich Dünenlandschaften unvorstellbaren Ausmaßes. Ein Stück im Landesinneren verwunschene Dörfer, verzauberte Hügellandschaften, die von Farn und Heidekraut überzogen sind.

Unterwegs auf der Route des Caps

Eine Möglichkeit, den Nord-Cotentin zu erkunden, ist die Route des Caps. Sie führt von Barneville nach Cherbourg zumeist über kleine, kurvige Straßen, mal mit Abhang, mal mit Gräben oder Bocage-Hecken am Straßenrand. Mit dem Pkw lässt sich die Route sehr entspannt fahren, mir größeren Fahrzeugen Ihre persönliche Herausforderung an Ihr fahrerisches Können stellen. Ein Vorteil ist, dass Sie gemütlich durchs Land zuckeln können und einfach anhalten, wo es Ihnen gefällt. Es besteht an vielen Punkten auch die Möglichkeit, mit dem Hund einige Schritte zu gehen, am Strand zu verweilen (die einzelnen Beschränkungen an den Badestränden sind dabei im Sommer zu beachten) oder auch eine ausgedehnte Wanderung zu unternehmen. Je nachdem, wie Ihr Programm auf der Route de Caps aussehen soll, müssen Sie dafür einen Tag oder auch mehrere Tage einplanen. Eine einfache Tour mit Foto- und Gassistopps ohne Besichtigungen oder Wanderungen ist gut in einem Tag zu bewältigen. Die Route des Caps ist gut ausgeschildert – folgen Sie einfach den Hinweisschildern mit dem Leuchtturm drauf.

Zwischenstopps auf der Route des Caps

Die Versuchung, einfach überall zu halten, wo es gerade schön ist, ist auf der Route des Caps besonders groß, denn die Landschaft ist einzigartig, die Dörfer mit ihren typisch normannischen Steinhäusern sind pittoresk. Der Ärmelkanal zeigt sich hier von seiner wilden Seite, an windigen oder stürmischen Tagen können Sie hier beeindruckend hohe Wellen sehen.

An folgenden Stationen lohnt sich unter anderem der Halt:

  • Barneville-Carteret: Cap de Carteret mit Leuchtturm und ehemaliger Kirche.
  • Hattainville: Dunes de Hattainville und Strand.
  • Le Rozel: Strand mit Blick auf das Cap de Flamanville.
  • Flamanville: Schloss mit seinem 24 Hektar großen Park, der ganzjährig geöffnet ist.
  • Port Dielette: Am anschließenden Aufstieg sind bei guter Wetterlage Drachen- und Gleitschirmflieger zu beobachten.
  • Biville: Dünen und Strand, hier lassen sich noch Hinterlassenschaften aus dem Zweiten weltkrieg finden. Kirche im Ort.
  • Vauville: Direkt auf der Hinfahrt ist ein Zwischenstopp mit Aussicht auf die Dünen von Biville und das Naturschutzgebiet von Vauville Pflicht. Auch der kleine Ort Vauville ist wunderschön. Außerdem gibt es noch einen botanischen Garten und einen Wanderweg durch das Naturschutzgebiet. Hier sind Hunde  jeweils leider nicht erlaubt.
  • Nez de Jobourg: Mit 128 Metern Höhe zählen die hiesigen Felsen mit zu den höchsten auf dem europäischen Festland. Sie sind die höchsten in der gesamten Normandie und vor allem in den Sommermonaten echt ein touristischer Hotspot. Ganz Waagemutige können die Grotten in den Felsen unter fachkundiger Führung besuchen. Perfekt die Aussicht genießen können Sie vom dortigen Restaurant, der Auberge des Grottes.
  • Baie d'Ecalgrain: Die Bucht wartet mit einem wahrlich karibischen Feeling auf.
  • Goury: Am Leuchtturm in Goury ist die Welt zu Ende. Wind und Sturm umtosen diesen letzten Zipfel des Cotentin. Wenn Sie spektakuläre Bilder machen wollen, sollten Sie zur Flut und bei Wind hier oben sein.
  • Auderville und Saint-Germain-des Vaux: Malerische Orte mit viel Flair und Charme.
  • Port Racine: Frankreichs kleinster Hafen ist ein beliebtes Fotomotiv. Anschließend führt die Route des Caps immer wieder direkt an den malerischen Buchten entlang. Auch jenseits der Route gibt es einiges zu entdecken.

Extratipp

Noch mehr von der Landschaft sehen Sie, wenn Sie die Gegend zu Fuß erkunden. Rund um den Finistère Normand führt der GR 223, der Sentier des Douaniers, auf dem Sie die Küstenlinie entlang wandern können. An diesen Küstenwanderweg schließen sich vielerorts Rundwanderwege an, die sich für eine gemütliche Tagestour empfehlen. 

Impressionen

Orientierung – Route des Caps