Störche beobachten in St. Fromond

Es klappert, laut und vernehmlich. Elegante Segler kreuzen am Himmel, den Aufwind bis in schwindelerregende Höhen nutzend. Die Störche im

Château de la Rivière bei St. Fromond sind mittlerweile legendär. Sie werden wohl auch die letzten Nutzer der Schlossruine sein, die auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblickt. Der ursprüngliche Bau in den Marais geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Seit 1818 ist das Schloss verlassen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das einst stolze Wasserschloss dann völlig zerstört: Deutsche Einheiten haben es beim Vordringen der Alliierten gesprengt. Nach dem Krieg war es zeitweise ein kleiner FKK-Campingplatz. Als die Nudisten abzogen, entstand hier ein kleines Paradies für die Störche, denn in den Sümpfen finden sie alles, was sie zur Aufzucht ihrer Jungen brauchen, das verwilderte Wasserschloss dient als ungestörter Brutplatz.

Die Störche können – am besten im zeitigen Frühjahr, bevor alle Bäume belaubt sind – vom befestigten Feldweg aus beobachtet werden. Felder und Wiesen der Landwirte und auch das Schloss selbst dürfen nicht betreten werden. Hunde müssen an diesem Abschnitt an die Leine. Den Abstecher zum Château de la Rivière können Sie mit einer Wanderung kombinieren: Entweder von St. Fromond aus den ehemaligen Canal Vire et Taute entlang, der 1839 eröffnet wurde. Eine zweite lohnende Wanderroute führt von Montmartin-en-Graignes zum Schloss der Störche. Die erste Route ist einfach circa 3,5 Kilometer lang, die zweite 7. Beide Strecken sind flach und einfach zu begehen, der Sümpfe wegen ist aber ein wasserdichtes Schuhwerk zu empfehlen. Halten Sie die Augen offen, und Ihnen werden noch viele weitere tierische Bewohner der Marais begegnen.


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